Innerer Schweinehund | SelbstsicherLive

Innerer Schweinehund | #SelbstsicherLive.10

Wie Du Dich zu mehr Disziplin motivierst – Live-Aufzeichnung

Der innere Schweinehund wird auch De-Motivation, Antriebslosigkeit, Disziplinlosigkeit oder schlicht Faulheit genannt. Er unterscheidet sich meiner Meinung nach vom inneren Kritiker.

#SelbstsicherLive findet immer sonntags um 18:15 Uhr live mit Michael Moesslang zu unterschiedlichen Themen rund um Selbstsicherheit, Persönlichkeit, Erfolg und Zufriedenheit auf Facebook statt! Dort kannst Du Deine Fragen, Anregungen und Themenwünsche stellen. Die Aufzeichnung lade ich jeweils hier auf den Blog hoch.

SelbstsicherLive.10 | Innerer Schweinehund – Michael Moesslang – jetzt selbstsicher! 💎

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Der innere Schweinehund hindert Dich am Tun durch verlockende Angebote wie Bequemlichkeit oder Genuss. Der innere Kritiker dagegen warnt Dich vor tatsächlicher, viel öfter aber vor vermeintlicher Gefahr.

 

Die Blockade statt das Tun

Das Resultat ist in beiden Fällen, dass Du etwas nicht tust, das Du eigentlich tun willst oder solltest.

Dabei ist nur relevant, was Du entweder selbst gern tun (oder lassen) möchtest oder was Du aus gesundheitlichen Gründen tun musst, nicht was andere meinen solltest Du tun. Mache Dir also im ersten Schritt klar, was Du tun willst und ob Du es wirklich tun willst.

Wie schaffst Du es nun disziplinierter zu agieren, ins Tun zu kommen und den inneren Schweinehund seltener gewinnen zu lassen?

 

„Hin zu“ oder „weg von“?

Die einen lassen sich eher davon motivieren, dass sie etwas vermeiden. Das nennt man die „Weg von“-Motivation. Die freien Tage werden dann als „endlich kein Büro, kein Arbeitsplatz, kein Stress, keine nervigen Kollegen etc.“ gesehen. Wenn das bei Dir der Fall ist, motivierst Du Dich dadurch, dass Du Dir negative Folgen der Faulheit visualisierst. Was passiert, wenn Du nicht abnimmst, aufräumst, Sport machst, gesünder lebst …? Übertreibe ruhig, damit die Wirkung entsprechend stark ist.

Die andern motivieren sich entsprechen „hin zu.“ Also freie Tage im Sinne von „endlich zuhause, bei der Familie, Zeit fürs Hobby, im Urlaub, …“ Wenn Du eher dieser Typ bist, dann male Dir möglichst anziehende Bilder aus, was es Dir bringt, wenn Du ins Tun kommst.

Bei mir ist beides relevant, auch wenn ich eher der hin zu-Typ bin. Doch die möglichst drastischen Bilder von möglichen negativen Folgen treiben mir auch sehr an, vor allem in der Kombination mit den positiven hin zu-Bildern.

 

Sofort starten

Egal um was es sich handelt, starte immer sofort. Zumindest mit dem ersten Schritt. Finde für Dich heraus, was sofort bedeutet. In einer Studie wurde herausgefunden, dass wenn man nicht den ersten Schritt innerhalb von 72 Stunden macht, die Wahrscheinlichkeit, es überhaupt noch zu tun, auf unter 1 % sinkt. Bei mir ist der Zeitraum jedoch nur 6–12 Stunden, keinesfalls 72 Stunden.

Noch besser ist es, wenn Du es sofort tust. Du willst aufhören zu rauchen? Dann jetzt und nicht „ab morgen“ (bei Sucht kommen natürlich noch andere Dinge dazu). Du willst Sport machen? Dann sofort die Schuhe raus, am besten auch sofort loslaufen. Nicht erst Morgen. Wenn es erst Morgen geht, dann die Schuhe jetzt schon so hinstellen und die Klamotten dazu legen, dass Du gar nich mehr anders kannst, als reinzuspringen und loszulaufen.

Und dann halte die Energie hoch, damit es nicht zum Studentensyndrom kommt. So wird der Effekt genannt, nachdem Studenten typischerweise mit einem Projekt sofort beginnen, es dann lange schleifen lassen und erst kurz vor Abgabe richtig aktiv werden, um dann etwas zu spät nach Verlängerung abzugeben.

 

Planung hilft – aber richtig

Wenn ich plane, passiert bei mir gerne nichts mehr weiter. Warum? Weil ich es aus dem Gedächtnis verbanne, sobald es im Planungssystem drin steht. Dort rutscht es dann nach unten. Besser: mache den ersten Schritt sofort. Wenn es Bedarf für eine aufwändige Planung gibt, dann mache die danach (und sorge dafür, dass es Dir nicht wie mir geht 😉).

Was immer sein muss: Zeiten im Kalender fix eintragen. Je nachdem täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise. Und dann einhalten und nicht immer weiter schieben (nur im Notfall). Ich verschiebe nur, wenn ich stattdessen Geld verdiene, also z. B. ein Seminar gebucht wird.

 

Wie sprichst Du mit Dir?

Auch die Art, wie Du mit Dir (und mit anderen) über die Aufgabe sprichst, spielt psychologisch gesehen eine sehr große Rolle. Sagst Du „ich sollte noch Sport machen“ oder „eigentlich muss ich abnehmen“ zu Dir? Versuche es stattdessen mit „Ich mache morgen Früh Sport“ oder „Ich nehme 10 kg ab.“ Das ist zumindest neutral. Noch besser ist es natürlich wenn Du es mit (echter!) Begeisterung sagen kannst: „ich freue mich darauf, 10 kg abnehmen zu dürfen.“ Merkst Du den Unterschied?

herzlich Dein Michael

 

 

 

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