Woher Unsicherheit kommt und was dagegen hilft

Woher Unsicherheit kommt und was dagegen hilft

Typische Prozesse verändern

„Der Stärkere überlebt“ wird die Darwin’sche Evolutionstheorie gerne verkürzt dargestellt. Doch das stimmt nicht ganz. Unsicherheit hat das Überleben ebenso gesichert.

Wenn Du verstehst, woher Unsicherheit kommt, kannst Du Deine Selbstsicherheit auch wieder einfach stärken. Genau darum geht’s in diesem Video.

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Doch der Reihe nach. Woher Unsicherheit kommt? Das zu wissen, hilft nämlich zu erkennen, was wir dagegen tun können. Deshalb stelle ich Dir hier die wichtigsten Ursachen von Unsicherheit vor.

 

Urinstinkt zum Überleben

Dass der Stärkere überlebt hat, daran gibt es wenig Zweifel. Doch wurde dieser zu übermutig, hatte also kein Angst mehr, dann ist er früher oder später ebenfalls gefressen worden.

Zudem reichte es ja nicht, dass nur der Stärkste überlebte, während alle anderen auf der Strecke blieben. Die anderen haben ebenfalls überlebt, weil sie so vorsichtig waren, sich nicht fressen zu lassen.

Gefressen wurden die, die schwach und unbedarft waren!

 

1. Heute frisst Dich keiner mehr

Die erste Ursache der Unsicherheit ist also der Urinstinkt zu überleben. Natürlich ist diese Vorsicht, diese Angst vor gefährlichen Situationen, diese angeborene Unsicherheit und das vorsichtige Zugehen auf unbekannte oder womöglich gefährliche Situationen immer wichtig gewesen.

Allerdings sind heute die Gefahr gefressen zu werden, allgemein Gefahren durch andere, weitaus geringer als in Urzeiten.

 

2. Ängste stammen oft aus der Kindheit

Der zweite Grund sind Prägungen in der Kindheit. Das erlebe ich ständig im Coaching. Eigene Erlebnisse oder auch nur Beobachtungen haben sich zu Unsicherheit und Ängsten entwickelt. Glaubenssätze sind entstanden, die Dir permanent einreden, Du solltest in bestimmten Momenten sicherheitshalber genau aufpassen.

Sehr häufig ist dies verbunden mit der Angst vor Scham, Peinlichkeit, Blamage oder der Angst vor Zurückweisung oder dem Gefühl von Liebesentzug. Wir wollen nichts falsch machen, keine Fehler, denn dann könnten wir ausgelacht oder ausgegrenzt werden.

Die Folge ist, dass wir künftig gewissenhaft alles vermeiden, was uns in auch nur vermeintlich ähnliche Situationen bringen könnte. Auch dann, wenn es uns weiter bringen, erfolgreich und glücklich machen würde.

 

3. Auch die Erziehung hat rein gepfuscht

Die dritte Ursache der Unsicherheit ist die Erziehung. Nicht, dass unsere Eltern alles falsch gemacht hätten. Das Problem dabei ist nur, dass unser Unterbewusstsein nicht differenzieren kann zwischen einer Kleinigkeit und einer großen Sache. In der Folge verunsichert oder ängstigt uns eine unbedeutende Kleinigkeit ebenso wie eine tatsächliche Gefahr.

Das wiederholte Ermahnen zur Vorsicht, hat Spuren hinerlassen: „Sei vorsichtig damit!“ „Mach das nicht!“ „Pass auf, Du fällst hin!“ „Das ist gefährlich!“

Vor allem aber Aussagen, die Deinen Selbstwert reduzieren: „Sei immer schön bescheiden!“ „Spielt Dich nicht in den Mittelpunkt!“ „Halte Dich immer schön zurück!“ Das ist gut gemeint, führt jedoch dazu, dass Du Dich als weniger wichtig nimmst, als alle anderen. Du bist jedoch genauso wertvoll und wichtig, wie jeder andere auch!

 

4. Bilder in Deinem Kopf

Die vierte Ursache sind negative Bilder in Deinem Kopf. Du beobachtest etwas Schreckliches (Flugzeugabsturz, Überfall, Vergewaltigung, Unfall …) oder auch nur Peinliches (jemand hat mal wieder was lustiges angestellt) in Deinem Umfeld oder sogar nur in den Medien. Diese Bilder prägen sich ein und sorgen dafür, dass Du wieder ein Stück vorsichtiger, unsicherer wirst.

Unterschätze nicht die Macht der Medien! Die Bilder, die Du dort siehst, kann Dein Unterbewusstsein nicht von realen Bildern unterscheiden. Dabei ist es unerheblich, ob Du die Bilder in den Nachrichten, auf Facebook oder in einem Spielfilm siehst.

 

Erlerntes kannst Du verlernen

Wenn Du diese Ursachen bei Dir selbst etwas genauer ansiehst und erkennst, wie Deine Unsicherheit entstanden ist, kannst Du sie auch ändern.

Denn die allermeisten dieser Dinge sind erlernt, das hast Du ja schon raus gehört.

Selbst bei den Urängsten sind zumindest die Ausprägungen und die Rückschlüsse Deines Unterbewusstseins erlernt. Und was wir erlernt haben, können wir auch verlernen! Unser Bilder und Glaubenssätze dazu verändern und so wieder richtig selbstsicher werden.

herzlich Dein Michael

 

 

 

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